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AGRO Wärmespeicher

Die Zonenplan- und Baureglementsänderung zum Wärmespeicher der Agro Energie Schwyz AG liegt öffentlich auf

Die AGRO Energie Schwyz AG beabsichtigt auf ihrem Areal in Seewen einen 60 m hohen und circa 40 m breiten Wärmespeicherturm zu erstellen. Der Wärmespeicher wird benötigt, um die Strom- und Wärmeproduktion vom Wärmeverbrauch zu trennen und damit insbesondere die Versorgungssicherheit im Fernwärmenetz zu erhöhen sowie die Emissionen zu reduzieren. Das Speichermittel ist Wasser. Die Höhe und der Durchmesser des Speichers sind bedingt durch technische Anforderungen an den Wasserdruck und die Effizienz der Speicherung. Da in der dortigen Bauzone nur eine Gebäudehöhe von 20 m zulässig ist, ist eine Änderung des Baureglements notwendig. Ebenso wird der Zonenplan angepasst, da ein Abtausch mit der Freihaltezone erfolgt und der Wärmespeicher mit seiner Höhe von 60 m einer exakt definierten Fläche zugeordnet wird.

Langer Verfahrensweg bis heute
Nach der ersten öffentlichen Mitwirkung im März 2013 äusserten sich besonders die Umwelt- und Landschaftsschutzverbände kritisch. Weiter hatte auch der Kanton Vorbehalte angebracht. In der Folge wurde das Projekt in intensiver Zusammenarbeit mit den Verbänden weiterentwickelt. So wurde der Standort in Richtung Autobahn verschoben. Weiter wurde eine Verpflichtung zum Erstellen eines Gestaltungsplans eingeführt. Somit muss vor Baueingabe des Wärmespeichers in einem Gestaltungsplan die gesamte Entwicklung der Zone für die Nutzung erneuerbarer Ressourcen verbindlich festgehalten werden. Nebst der Lage und Grösse aller Bauten, werden darin auch die Erschliessung sowie die Qualität und Nutzung der Aussenräume aufgezeigt. Gerade der Freiraum zwischen dem Wärmespeicher und der Muota soll in diesem Zusammenhang ökologisch aufgewertet werden. Zudem soll auch ein neuer Fuss- und Radweg erstellt werden. Ebenso werden klare Vorgaben zur Gestaltung und Nutzung des Wärmespeichers vorgenommen. Weiter wird im Gestaltungsplan auch ein Rückbaurevers eingefügt, falls der Wärmespeicher nicht mehr genutzt werden sollte. Das Gestaltungsplanverfahren zusammen mit der Umweltverträglichkeitsprüfung darf erst nach der Nutzungsplanänderung durchgeführt werden.

Bereinigung des Wärmespeichers kam gut an
Die gut besuchte öffentliche Mitwirkungsveranstaltung sowie das Mitwirkungsverfahren brachten keine grundlegende Ablehnung hervor. Weiter brachten auch die kantonalen Amtsstellen im Rahmen ihrer abschliessenden Vorprüfung keine Vorbehalte an. Somit kann die Zonenplan- und Baureglementsänderung nun öffentlich aufgelegt werden. Die Dokumente lagen vom 9. September 2016 bis 10. Oktober 2016 bei der Bauverwaltung an der Herrengasse 23 öffentlich auf.  Innert Frist ging eine Einsprache ein. Bis diese rechtskräftig erledigt ist, bleibt das Genehmigungsverfahren sistiert.

1. kantonale Vorprüfung.pdf
2. kantonale Vorprüfung.pdf
Baureglementsänderung Grossried.pdf
Planungsbericht Grossried.pdf
Zonenplanänderung Grossried.pdf
Gesuch Anpassung Nutzungsplanung.pdf