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Gemeinde Schwyz

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Investitionen und gebundene Ausgaben belasten die Gemeinderechnung zunehmend

20. November 2020
Die Gemeinde Schwyz budgetiert für das nächste Jahr einen Fehlbetrag von 1.4 Mio. Franken. Gebundene Kosten, stagnierende Steuereinnahmen und künftige Grossinvestitionen machen eine Steuerfussanpassung notwendig.

„Die gebundenen Ausgaben, stagnierende Steuereinnahmen und Grossinvestitionen belasten die Gemeinderechnung zusehends“, stellt Säckelmeister Peppino Beffa eingangs zur Budgetpräsentation fest. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die beeinflussbaren Ausgaben gewohnt sorgfältig getätigt werden. Das geringe Sparpotenzial ist praktisch ausgereizt, will man bestehende Leistungen nicht reduzieren oder gar abbauen. Das Ziel einer mittelfristig ausgeglichenen Rechnung bleibt herausfordernd und macht eine Steuerfusserhöhung notwendig.

Steigende gebundene Ausgaben
Gebundene Ausgaben werden vielfach durch übergeordnete Staatsebenen wie Bund und Kanton angeordnet und sind durch die Gemeinde nicht direkt beeinflussbar. Der seit mehreren Jahren zu verfolgende kontinuierliche Anstieg dieser Kosten bereitet der Gemeinde Schwyz deshalb zunehmend Kopfschmerzen. Andererseits handelt es sich dabei oftmals um die Umsetzung von Entscheiden, die der Souverän ganz bewusst und in Abwägung aller Vor- und Nachteile getroffen hat.

Ausgewiesener Investitionsbedarf
Der Bau der Muotabrücke West, die behindertengerechte Sanierung der Bushöfe, Erschliessungskosten des Arbeitsplatzgebiets zwischen Ibach und Seewen oder die Projekte aus der Generellen Entwässerungsplanung sind zukunftsgerichtete Investitionen, deren Notwendigkeit ausgewiesen ist. Das Investitionsvolumen der Gemeinde Schwyz beläuft sich in den nächsten vier Jahren auf über 68 Mio. Franken. Erfahrungsgemäss zeigt sich erst nach und nach, ob gewisse Projekte aufgrund rechtlicher Verfahren verzögert werden. Langfristig werden die Abschreibungen und die Zinsbelastung massiv ansteigen.

Steuerfusserhöhung hat sich abgezeichnet
Die Vorschau auf die Laufende Rechnung 2021 zeigt, dass der Aufwand im Vergleich zum Vorjahr durch tiefere Abschreibungen und den Wegfall der Einlage in die Spezialfinanzierung Alterszentrum Rubiswil um 6 Mio. Franken tiefer ausfallen wird. Gleichzeitig werden bei den Steuererträgen Mindereinnahmen von 2 Mio. Franken prognostiziert. Es resultiert ein Aufwandüberschuss von 1.4 Mio. Franken. Der Gemeinderat Schwyz hat bereits im Budget 2020 darauf hingewiesen, dass sich eine Steuerfussanpassung abzeichnet und beantragt daher, den Steuerfuss um 10 % auf 175 % einer Einheit zu erhöhen.

Eigenkapital schrumpft weiter
Der budgetierte Aufwandüberschuss wird erneut dazu führen, dass das Eigenkapital von aktuell rund 9.8 Mio. Franken weiter abnehmen wird. Dieser Trend wird auch durch die in den Finanzplanjahren dargestellten Defizite belegt. Gegen Ende der Planperiode wird das Eigenkapital auf etwa 3 Mio. Franken sinken. Bedingt durch die rege Investitionstätigkeit steigt das Fremdkapital weiter an. Es wird sich von 90 Mio. Franken auf gegen 130 Mio. Franken erhöhen. Der Gemeinderat sieht sich in der Verantwortung, den kurzfristigen Anstieg der Verschuldung langfristig im Griff zu haben.

Positive Erfahrungen aus den Vorjahren
Laut aktueller Hochrechnung wird das für das laufende Jahr vorhergesagte Defizit von 5.3 Mio. Franken nicht eintreffen. Gerechnet wird mit einem um 1.1 Mio. Franken besseren Rechnungsabschluss. Mit einer weiterhin hohen Ausgabendisziplin bleiben Exekutive und Verwaltung der Gemeinde Schwyz bestrebt, diesen erkennbaren Kurs auch im kommenden Jahr fortzuführen.

Kennzahlen des Voranschlages 2021 Gemeinde Schwyz

Laufende Rechnung  
Gesamtaufwand Fr.      73‘622‘200.—
Gesamtertrag Fr.      72‘205’700.—
Aufwandüberschuss Fr.      1‘416‘300.—
   
Investitionsrechnung  
Gesamtaufwand Fr.      9‘257‘000.—
Gesamtertrag Fr.      1‘580‘000.—
Nettoinvestitionen Fr.      7‘677‘000.—
   
Finanzierung  
Nettoinvestitionen Fr.      7‘677‘000.—
Abschreibungen Fr.      4‘551‘500.—
Saldo Spezialfinanzierungen Fr.      372‘800.—
Aufwandüberschuss Fr.      1‘416‘300.—
Finanzierungsfehlbetrag Fr.      4‘914‘600.—
Steuerfuss 175 %

 

Die Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 16. Dezember 2020 (20.00 Uhr), im MythenForum in Schwyz, statt. Die Botschaft finden Sie hier.

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