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Gemeinderat genehmigt Geschwindigkeitszonenkonzept

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Gemeinderat genehmigt Geschwindigkeitszonenkonzept

Das in einem intensiven und breit abgestützten Prozess erarbeitete Geschwindigkeitszonenkonzept für die Gemeinde Schwyz wurde vor wenigen Tagen durch den Gemeinderat beraten und schliesslich verabschiedet. Das behördenverbindliche Planungsinstrument zeigt gebietsweise das Potenzial für die Herabsetzung der innerorts geltenden Geschwindigkeit auf.

 

Durch das geänderte Mobilitätsverhalten, in Kombination mit dem Bevölkerungswachstum, hat das Verkehrsaufkommen in der Gemeinde Schwyz stark zugenommen und wächst laut Verkehrsprognose weiter. Gleichzeitig soll insbesondere in den gut erschlossenen Zentren eine innere Verdichtung stattfinden. Es werden also immer mehr Menschen an immer stärker befahrenen Strassen wohnen und arbeiten, was zu immer stärkeren Interessenskonflikten führt. Zudem verändert sich die Wahrnehmung der Bevölkerung und der Behörden in Bezug auf die Toleranz gegenüber dem Verkehrslärm und dem Bedürfnis nach hoher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Damit wird die generelle Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerorts immer mehr in Frage gestellt. Eine noch bessere Koordination der verschiedenen Bedürfnisse aus Siedlung und Verkehr wird deshalb immer wichtiger. Dies zeigt sich auch an der Zunahme an Anfragen und Begehren für geschwindigkeitsreduzierende Massnahmen. Der Gemeinderat Schwyz hat den Handlungsbedarf für diese verkehrsplanerische Thematik erkannt und deshalb eine Arbeitsgruppe einberufen, um das in die Jahre gekommene Tempo- 30-Konzept in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Strassenträgern und sonstigen Betroffenen zu überarbeiten. Das neue Konzept basiert auf Zielen und Handlungsgrundsätzen. Zusammenhängende Gebiete wurden nach fachlichen Kriterien auf ihr Potential für eine Geschwindigkeitsreduktion untersucht. Neben einer Erhöhung der Verkehrssicherheit zielt das Konzept darauf ab, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern und den Verkehrsfluss zu fördern. Damit das Geschwindigkeitszonenkonzept auch künftigen Veränderungen Rechnung trägt, wurden auch die geplanten Entwicklungen für die nächsten 20 Jahre mitberücksichtigt. Das Geschwindigkeitszonenkonzept ist ein Planungsinstrument für Politik und Verwaltung. Die tatsächliche Einführung einer temporeduzierten Zone bedingt trotz des Konzeptes weitere Schritte. Eine Verkehrsanordnung, wie die Einführung einer Temporeduktionszone, kann der Gemeinderat nur auf Basis eines Verkehrsgutachtens beschliessen. Die Zone und die entsprechenden baulichen Massnahmen zur Temporeduktion müssen zudem von der kantonalen Fachstelle bewilligt und öffentlich aufgelegt werden. Im Auflageverfahren haben die Betroffenen die Möglichkeit, gegen die geplante Verkehrsanordnung Einsprache zu erheben. Von der Aufnahme einer Temporeduktionszone ins Konzept bis zur tatsächlichen Umsetzung liegt also noch ein langer und aufwändiger Prozess.

Bericht.pdf
Etappierungs- und Umsetzungsplan.pdf
Konzeptplan.pdf