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Hohe Investitionen der Vorjahre und der Zukunft belasten Gemeinderechnung

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Hohe Investitionen der Vorjahre und der Zukunft belasten Gemeinderechnung

Die Gemeinde Schwyz budgetiert für das nächste Jahr einen Fehlbetrag von 4.1 Millionen Franken. Das Alterszentrum Rubiswil und die hohen Investitionen belasten die Laufende Rechnung. Die Steuern werden nicht erhöht.

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„Wir haben die selbst beeinflussbaren Ausgaben voll im Griff“, lässt Säckelmeister Peppino Beffa bei der Budgetpräsentation der Gemeinde Schwyz verlauten. Das geringe noch vorhandene Sparpotential sei genutzt, Mehr liege nicht drin, wenn man keine der bisherigen Leistungen reduzieren oder gar abbauen wolle. Es bleibe auch so noch eine schwierige Herausforderung, mittelfristig eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen und die Verschuldung zu verlangsamen oder abzubauen.

Spezialfinanzierung Alterszentrum Rubiswil (AZR)
Die eingeleiteten Optimierungsmassnahmen im Alterszentrum Rubiswil zeigen einnahmen- und ausgabenseitig ihre Wirkung. Damit die Spezialfinanzierung AZR mittelfristig ausgeglichen werden kann, muss wiederum eine Einlage aus Steuergeldern von 2 Millionen Franken gemacht werden. Mit dieser Einlage und den um 1.5 Mio. reduzierten Abschreibungen, gemäss neuem Harmonisiertem Rechnungslegungsmodell HRM 2, kann die laufende Rechnung bereits im Budgetjahr 2019 praktisch ausgeglichen abschliessen.

Steuerfuss
Die Hauptpositionen der Laufenden Rechnung 2019 bewegen sich durchwegs auf Vorjahresniveau. Unter dem Strich ergibt sich bei Aufwendungen von 77.2 Millionen Franken und einem Ertrag von 73.1 Millionen Franken ein Fehlbetrag von 4.1 Millionen Franken. Nach eingehender Prüfung durch den Gemeinderat, soll der Steuerfuss auf 165 % einer Einheit beibehalten werden.

Investitionsbedarf bleibt hoch
Die Erschliessungen der neuen Baugebiete und der Bau der Muotabrücke West, Sanierungen beim Strassen- und Kanalisationsnetz sowie die Sanierung der Bushöfe, sind nicht weiter aufzuschieben. So rechnet die Gemeinde in den nächsten vier Jahren mit einem Investitionsvolumen von rund 42.5 Millionen Franken.

Weiterer Eigenkapitalabbau
Das erwartete Budgetdefizit wird dazu führen, dass das Eigenkapital von aktuell etwa 13.7 Millionen Franken abgebaut wird. Dieser Trend wird sich angesichts der Defizite in den Finanzplanjahren fortsetzen und dazu führen, dass das Eigenkapital gegen Ende des laufenden Jahrzehnts bis auf einen Bestand von fünf oder weniger Millionen Franken absinkt. Andererseits steigt wegen der grossen Investitionstätigkeit das Fremdkapital weiter an. Das Fremdkapital wird sich von 90 Millionen Franken gegen 130 Millionen Franken erhöhen. Der Gemeinderat ist sich dieser Situation bewusst und ist gefordert, den kurzfristigen Anstieg der Verschuldung langfristig in den Griff zu bekommen, die Investitionen zu reduzieren und Schulden wieder abzubauen.

Relativierung aus Vorjahreserfahrungen
Gemäss Hochrechnung wird das für 2018 prognostizierte Defizit von 5.4 Millionen Franken nicht eintreffen. Die Verwaltungsrechnung 2018 kann aller Voraussicht nach mit bis zu zwei Millionen Franken besser abgeschlossen werden. Dass die Rechnung positiver abschliesst als im Voranschlag prognostiziert, entspricht einer klar erkennbaren Tendenz. Mit einer hohen Ausgabendisziplin bleiben Exekutive und Verwaltung der Gemeinde Schwyz bestrebt, diesen Trend auch im nächsten Jahr fortzusetzen.

Die Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 12. Dezember 2018 (20.00 Uhr), im MythenForum in Schwyz statt. Die Botschaft dazu finden Sie hier.

 

 

 


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