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Planung im Zeughausareal Seewen-Schwyz wird konkreter

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Planung im Zeughausareal Seewen-Schwyz wird konkreter

Anstelle einer Trägerschaft, die sich ausschliesslich der Zeughausarealentwicklung annimmt, bleibt die alleinige Zuständigkeit zumindest vorderhand bei der Gemeinde Schwyz. Um die Arealentwicklung fortzusetzen und die Vorstellungen zur Bebauung und Nutzung weiter zu konkretisieren, wird an der Rechnungsgemeinde im April ein Nachkredit von 90‘000 Franken beantragt.

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Seit der Schliessung des Zeughausbetriebs in Seewen sind rund 14 Jahre vergangen. Einen wesentlichen Schub erhielt die Planung und Entwicklung einerseits durch die Arealübernahme durch die Gemeinde Schwyz im Jahr 2017 und andererseits durch die geplante Erschliessung über die neue Muotabrücke West. Parallel zu verschiedenen Verhandlungen und zur Grundlagenaufbereitung, setzte sich der Gemeinderat mit der künftigen Trägerschaft auseinander. In enger Begleitung und regem Austausch mit den Ortsparteien kam der Gemeinderat zum Ergebnis, die Gründung einer Trägerschafts-AG für die Entwicklung des Zeughausareals erst nach Rechtskraft der kantonalen Nutzungsplanung in Betracht zu ziehen, beziehungsweise dem Stimmvolk zu beantragen.

Zukunftsbild entwickeln
Gestützt auf die Verordnung zum kantonalen Nutzungsplan „Entwicklungsachse Urmiberg - Teil Seewen-Schwyz“ untersteht das Zeughausareal einer Gestaltungsplanpflicht. Dabei hat vorgängig ein qualifiziertes Planungsverfahren (in Form eines „Studienauftrages“) zu erfolgen. Ziel ist es, zusammen mit drei Planungsteams die ideale Bebauung- und Erschliessungsform zu finden.

Öffentliche Ausschreibung bis im Sommer
Der Studienauftrag wird ausgeschrieben und ein Begleitgremium schlägt dem Gemeinderat aus den Bewerbern drei Teams vor. Die Ergebnisse des Studienauftrages werden öffentlich ausgestellt. Daraus stellt die Gemeinde anschliessend das sogenannte „Richtprojekt“ zusammen. Dieses dient als Grundlage für die nachfolgende Gestaltungsplanung. Der Gestaltungsplan regelt eigentümerverbindlich die Erschliessung sowie die Lage und Grösse der Gebäude auf dem Zeughausareal. Gleichzeitig dienen die Ergebnisse aus dem Studienauftrag als Basis für die noch bevorstehenden Planungs- und Baukredite für die Strassenerschliessung im und ums Zeughausareal. Der Gemeinderat rechnet aus heutiger Sicht damit, diese ab dem Jahr 2021 dem Stimmvolk nach und nach zur Beschlussfassung vorlegen zu können.

Bund beteiligt sich an Kosten
Die Gesamtaufwendungen für den Studienauftrag belaufen sich auf Fr. 310‘000. Der Bund beteiligt sich an den Kosten für die Groberschliessung des Zeughausareals mit mindestens 35 %. Das ergibt für die Gemeinde Schwyz einen Nettoaufwand von Fr. 201‘500. Die Arbeiten für den Studienauftrag starten im Sommer/Herbst 2019 und erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2020 präsentiert. Da der Gemeinderat im letzten Herbst von der Gründung einer Trägerschaft für die Arealentwicklung ausgegangen ist und im Budget 2019 die für das laufende Jahr benötigten Mittel für den Studienauftrag nicht eingestellt wurden, wird der Gemeindeversammlung ein Nachkredit von Fr. 90‘000 beantragt. Die Restkosten werden ordentlich im Budget 2020 eingestellt.

Meilenstein für die Arealentwicklung
Der Studienauftrag ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Zeughausareals. Auch für die Bereinigung bestimmter Einsprachepunkte gegen die kantonale Nutzungsplanung bilden die Resultate daraus eine wichtige Grundlage. Der Nachkredit wird der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 10. April 2019 zur Beschlussfassung unterbreitet.

Die Botschaft für die Gemeindeversammlung vom 10. April 2019 finden Sie hier.

 


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