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Gemeinde Schwyz

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Schwyzer Gemeindeversammlung behandelt vier Traktanden

8. April 2026
An der heutigen Gemeindeversammlung der Gemeinde Schwyz wurden die Sachgeschäfte zur Ausgabenbewilligung für den Planungskredit des Schulhausneubaus Seewen-Feld sowie die Ausgabenbewilligung und das Baurecht für die Erweiterung der Infrastruktur im Tschaibrunnen an die Urnenabstimmung vom 14. Juni 2026 überwiesen. Gleichzeitig wurden die Abrechnung der Ausgabenbewilligung für den Erwerb des Schulprovisoriums im Schulkreis Ibach sowie die Jahresrechnung 2025 genehmigt.

Rund 200 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern fanden sich heute an der ordentlichen Gemeindeversammlung im MythenForum in Schwyz ein.
 

Beantragung der Ausgabenbewilligung für die Planung des Schulhausneubaus Seewen-Feld

Die Gemeinderäte Andy Tschümperlin und Thomas Küchler führten durch das Sachgeschäft zum Planungskredit für den Schulhausneubau im Seewen-Feld. In einer Schulraumanalyse wurde für den Schulkreis Seewen ein Schülerzahlen- und Klassenwachstum prognostiziert angesichts des verstärkten Zuzugs von Familien in diesem Einzugsgebiet. Aufgrund dessen soll auf einer Landreserve im Seewen-Feld ein modernes Schulhaus mit Platz für sechs Primarschulklassen, drei Kindergartenklassen, Tagesstrukturen sowie öffentlich nutzbaren Räumen entstehen. An diesem Standort können Synergien mit den bestehenden Schulanlagen Krummfeld und Seerüti genutzt werden – beispielsweise im Bereich Turnhallen. Das im Projektwettbewerb gewählte Konzept «Tim und Struppi» überzeugt durch seine städtebauliche Setzung, die klare Organisation, die nachhaltige Bauweise sowie die hohe Nutzungsqualität. Der Neubau kostet nach aktuellem Planungsstand rund 18.9 Mio. Franken. Um das Projekt ausarbeiten und diese Kostengenauigkeit präzisieren zu können, wird eine Ausgabenbewilligung von 1.635 Mio. Franken beantragt. Die Ortsparteien Die Mitte und SP äusserten sich befürwortend zum Schulhausneubau. Dieser sei nötig, um das wachsende Wohnquartier in Seewen mit öffentlicher Infrastruktur zu ergänzen, die Bildungsqualität ermöglicht und Raum für alle schafft. Die FDP stimmte dem zu, forderte zusätzlich aber ein frühes Mitspracherecht in der konkreten Ausarbeitung des Projekts ein. Das Sachgeschäft wurde ohne Anträge an die Urnenabstimmung vom 14. Juni 2026 überwiesen.
 

Genehmigung der Abrechnung der Ausgabenbewilligung für den Erwerb des Schulprovisoriums im Schulkreis Ibach

Gemeinderat Thomas Küchler ging anschliessend direkt zum nächsten Traktandum über. Mit dem Abschluss des Erwerbs und der Montage des Schulraumprovisoriums im Schulkreis Ibach konnte die vom Schwyzer Stimmvolk genehmigte Ausgabenbewilligung von Fr. 730'000.00 abgerechnet werden. Sie schliesst mit einem Minderaufwand von 76'930.55 Franken ab. Der Minderaufwand ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Unternehmung der Container-Lieferfirma die Realisierung zu günstigeren Konditionen umsetzen konnte. Das Geschäft wurde ohne Einwände verabschiedet.
 

Ausgabenbewilligung und Baurecht für die Erweiterung der Infrastruktur im Tschaibrunnen an Urne überwiesen

Das letzte durch Gemeinderat Thomas Küchler präsentierte Sachgeschäft befasste sich mit der Infrastruktur im Tschaibrunnen. Diese erfüllt die heutigen baulichen und funktionalen Anforderungen an eine zeitgemässe Sportinfrastruktur nicht mehr. Deswegen soll ein vergrössernder Neubau nördlich des Treppenaufgangs realisiert werden. Dieser gewährleistet eine funktionale Nutzungstrennung, verbessert die Betriebsbedingungen des Sportclubs Schwyz und schafft ihm eine zusätzliche Einnahmequelle. Gleichzeitig sollen Sanierungsarbeiten an der gemeindeeigenen Liegenschaft Chüechlibunker zulasten der Gemeinde Schwyz durchgeführt werden. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 4.4 Mio. Franken, woran sich die Gemeinde Schwyz mit 3.3 Mio. Franken beteiligt. Damit der SC Schwyz für seinen finanziellen Beitrag die erforderlichen Sicherheiten gegenüber einer Bank nachweisen kann, soll er ein selbstständiges und dauerndes Baurecht auf der für die geplante Infrastruktur vorgesehenen Teilfläche im Tschaibrunnen übernehmen. Bei der Stimmbevölkerung beantragt werden die Veräusserung dieser Teilfläche sowie die 3.3 Mio. Franken als Ausgabenbewilligung. Nicht nur der Präsident des SC Schwyz richtete zustimmende Worte an die anwesende Stimmbevölkerung, sondern auch die Ortsparteien SP und Die Mitte betonten den Mehrwert der Unterstützung durch die Gemeinde. Die Investition sichere den Zusammenhalt und das Engagement in der Gemeinde und erhalte das rege Fussballwesen in Schwyz. Das Sachgeschäft wurde nach diesen gutheissenden Wortmeldungen an die Urnenabstimmung überwiesen.
 

Jahresrechnung 2025 verabschiedet

Zuletzt stellte Säckelmeister Benno Laimbacher die Jahresrechnung 2025 vor. Diese schloss bei einem Gesamtaufwand von 86.4 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 95.2 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von rund 8.8 Mio. Franken ab. Von budgetierten 19.4 Mio. Franken Nettoinvestitionen wurden lediglich 7.0 Mio. Franken ausgelöst. Gründe dafür sind insbesondere terminliche Verzögerungen infolge laufender Verfahren sowie personelle Engpässe. Das kumulative Ereignis des Jahrs 2025 mit geringen Investitionen, höheren Steuereinnahmen und Einsparungen beim Sach- und Betriebsaufwand führte dazu, dass die Schulden reduziert werden konnten und netto bei 71.7 Mio. Franken zu stehen kamen. Der Ertragsüberschuss selbst trug dazu bei, dass das Eigenkapital weiter anstieg und einen Wert von 48.4 Mio. Franken erreichte. Der positive Rechnungsabschluss ist sehr erfreulich und stärkt die finanzielle Grundbasis der Gemeinde Schwyz für die Zukunft, sodass Spielraum für eine Steuersenkung auf das Jahr 2027 hin besteht. Obwohl keine Anträge zur Jahresrechnung 2025 eingingen, wurde in einer Wortmeldung Bezug auf den ausstehenden Verwaltungsgerichtsentscheid zum Budget 2026 genommen, von dem man sich Klarheit über die korrekte Bilanzierung der Sparkassenbeteiligung erhofft. Je nach Ausgang dieses Entscheids soll die bereits im Vorjahr angekündigte Pluralinitiative mit einer neuen Sparkassenverordnung nun eingereicht werden. Daneben fanden auch befürwortende Stimmen zum Rechnungsabschluss Platz – eine potenzielle Steuersenkung soll in Anbetracht der Ausgangslage der Gemeinde Schwyz jedoch nur nach eingehender Abwägung vorgenommen werden. Zum Schluss wurde die Jahresrechnung 2025 genehmigt.

Gemeindeversammlung