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Gemeinde Schwyz

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Ausserordentliche Gemeindeversammlung überweist drei Traktanden an die Urne

18. Juni 2026
An der heutigen ausserordentlichen Gemeindeversammlung der Gemeinde Schwyz wurden drei Traktanden behandelt: der Gemeindebeitrag an die Planung der Sanierung und Erweiterung des MythenForums sowie die Ausgabenbewilligungen für die Realisierung des Naturparks Seematt-li und die Sanierung der Wasserversorgung Loo-Obdorf. Alle drei Sachgeschäfte wurden erfolgreich an die Urnenabstimmung vom 27. September 2026 überwiesen.

Rund 200 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger fanden sich heute an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im MythenForum in Schwyz ein.
 

Gemeindebeitrag an die Planung der Sanierung und Erweiterung des MythenForums an die Urne überwiesen

Gemeinderat Thomas Küchler präsentierte den Anwesenden zuerst das Geschäft zum MythenForum. Um eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige und zukunftsfähige Lösung für das gealterte und abgenutzte MythenForum zu schaffen, soll dieses umfassend saniert und erweitert werden. Nebst baulichen und technischen Aufwertungen sollen auch betriebs- und ertragsoptimierende Massnahmen greifen. Anhand eines Studienauftrags wurde die geeignetste Lösung für das MythenForum gefunden: Das Projekt «ARGE MYTHEN» überzeugt durch eine klare, funktionale Konzeption und vielfältige, modular nutzbare Räume. Der Eingangsbereich wird klar strukturiert, das Restaurant mit mehr Plätzen auf dem Dach positioniert. Säckelmeister Benno Laimbacher kam damit auf die Kosten zu sprechen. Die Gesamtkosten für die Sanierung und Erweiterung belaufen sich aktuell auf rund 20 Mio. Franken. Da die Casino Schwyz AG als Eigentümerin des MythenForums die Finanzierung des Projekts nicht selbst tragen kann, beantragt die Gemeinde Schwyz als Hauptaktionärin bei der Stimmbevölkerung in einem ersten Schritt einen Gemeindebeitrag an die Planung des Projekts im Umfang von 2.3 Mio. Franken. Nicht nur der Verwaltungsrat der Casino Schwyz AG, sondern auch Vertretende der Ortsparteien Die Mitte, GLP und SP, aber auch Funktionäre verschiedener Vereine und Privatpersonen äusserten sich ausschliesslich befürwortend zur Sanierung und Erweiterung des MythenForums: Für die zahlreichen und vielseitigen Anlässe braucht es ein funktionales, zeitgemässes und effizientes Haus, sodass der gesellschaftliche Mehrwert in der Region und darüber hinaus erhalten bleiben kann. Das Sachgeschäft wurde an die Urnenabstimmung vom 27. September 2026 überwiesen.
 

Empfehlung des Naturparks Seemattli zur Annahme

Auch das zweite Traktandum zur Realisierung des Naturparks Seemattli wurde von Gemeinderat Thomas Küchler vorgestellt. Im Rahmen der Aufwertung des Unterlaufs des Gründelisbachs durch den Bezirk Schwyz beabsichtigt die Gemeinde Schwyz, auf der heute landwirtschaftlich genutzten Fläche im nördlichen Teil des Gebiets Seemattli neben dem Seebad Seewen einen Naturpark mit Spielplatz, Sitzbänken und Wildhecken als Erholungsraum für die Bevölkerung zu realisieren. Die Bauherrschaft für die Revitalisierung des Gründelisbachs, die ökologischen Aufwertungsmassnahmen sowie die Realisierung des Naturparks wird der Stiftung ReNatura Innerschwyz übertragen. Nach erfolgtem Bau soll die vom Naturpark beanspruchte Teilfläche des Grundstücks KTN 430 von der Gemeinde erworben werden. Die Gemeinde beantragt bei der Stimmbevölkerung eine Ausgabenbewilligung in Höhe von 621'000 Franken für den Landerwerb, die Möblierung und die ökologischen Aufwertungsmassnahmen. Die Ortsparteien Die Mitte, SP und GLP befürworteten den Naturpark als Treffpunkt für Jung und Alt. Durch die weitsichtige und nachhaltige Zusammenarbeit mit Partnern kann das Projekt sehr preiswert umgesetzt werden, gleichzeitig besteht eine gute Erschliessung und die Möglichkeit für einen direkten Seezugang. Die Ortspartei FDP schätzte dies anders ein und sprach sich für Sparmassnahmen in denjenigen Bereichen aus, in denen es in intensiven Zeiten mit bereits zahlreichen hängigen Projekten möglich sei – wozu die Realisierung eines Naturparks gehöre. Letztendlich wurde das Sachgeschäft an die Urnenabstimmung vom 27. September 2026 überwiesen.
 

Ausgabenbewilligung für die Wasserversorung Loo-Obdorf an die Urne überwiesen

Gemeinderätin Mirjam Bühlmann präsentierte zuletzt das Traktandum zur Sanierung der Wasserversorgung Loo-Obdorf. Die Infrastruktur im genannten Gebiet genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Die nötigen Investitionen sind von der Genossenschaft Wasserversorgung Loo-Obdorf nicht tragbar, weswegen mit der Dorfgenossenschaft Schwyz (DGS) die Übernahme des Wasserversorgungsgebiets und die Realisierung des Sanierungsprojekts vereinbart werden konnte. Damit wurde eine langfristig nachhaltige Lösung für eine zuverlässige und qualitativ hochstehende Wasserversorgung gefunden. Die Gemeinde Schwyz beteiligt sich an den Investitionskosten. Die beim Stimmvolk beantragten Bruttokosten von 5.9 Mio. Franken werden durch Beiträge Dritter auf netto 4.08 Mio. Franken reduziert. Die Ausgabenbewilligung wird nur vollzogen, wenn sowohl die Genehmigungen des Sanierungsprojekts und der Auflösung der Wasserversorgung Loo-Obdorf als auch die Übernahme des Versorgungsgebiets durch die DGS vorliegen. Das Sachgeschäft warf einige Fragen auf. Unklar war, wieso die Quelle Stockwald aufgegeben und die Schutzzone Städeli verkleinert werden muss, inwiefern die Rechte der Quellen übertragen werden und wie eine solch zähneknirschende Situation in Zukunft vermieden werden kann. Gemeinderätin Mirjam Bühlmann nahm den Auftrag zur Beantwortung und weiteren Klärung dieser Fragen entgegen. Das Sachgeschäft wurde ohne Rückweisungsanträge an die Urnenabstimmung vom 27. September 2026 überwiesen.
 

Verabschiedungen aus dem Gemeinderat

Bevor Gemeindepräsident Peppino Beffa zum letzten Mal die Versammlung schliessen konnte, ergriff Gemeinderätin Andrea Schelbert das Wort. Sie würdigte die langjährigen Gemeinderatsmitglieder Peppino Beffa und Markus Furrer und verabschiedete sie in ihren wohlverdienten nächsten Lebensabschnitt. Weitere ehemalige Gemeinderatsmitglieder sowie die «Magd Lisi» liessen es sich ebenfalls nicht nehmen, einige Anekdoten aus der gemeinsamen Zeit im Gemeinderat oder aus der Freizeit zu erzählen. Unter viel Applaus verliessen die Peppino Beffa und Markus Furrer zum Schluss die Bühne.

Gemeindeversammlung